Open Air Orgelkonzert vom 31. Mai 2020

Ein sonniger Pfingstmorgen, Vogelgezwitscher, langsam bevölkert sich der Friedhof, Mäuerchen ergeben Sitzgelegenheit, die Treppe zur Abdankungshalle bietet prächtige Sicht auf den Kirchturm.
Viele sind der Einladung gefolgt das pfingstliche Orgel-brausen in Gemeinschaft zu hören, wenn auch mit gebührendem Abstand. Es berührt mich, dass auch liebe Verstorbene in Gedanken anwesend sind.

Mit einem fulminanten Akkord eröffnet Martin Heini das OpenAir Konzert. Es sind ungewohnt moderne Klänge, kraftvoll aber auch sensibel, die Toccata in Seven von John Rutter. Pfingsten war ja auch für die Jünger Jesu ein Weckruf, ein starkes Zeichen, hört und tragt die frohe Botschaft weiter!

Im zweiten Stück, der» Valse des colombes», erklingen beschwingte und fröhliche Klänge, ein luftig-leichter virtuoser Tanz auf den Tasten. Prizemans «Songs of praise» wiederholt das Leitthema in verschiedenen Klangfarben und steigert sich zu einem fulminanten Schlussakkord. Erinnerungen an die gleichnamige Vesper 2018 kommen auf…
Carillon de Westminster ist eine Fantasie des französichen Komponisten Vierne über das Glockenspiel des Turms in London. Virtuos im Spiel und im Registrieren spielt der Organist einen wunderbaren Abschluss.

Links zu den Orgelwerken:
Carillon de Westminster - Louis Vierne
Toccata in Seven - John Rutter
La valse des colombes - Julien Bret
Songs of Praise - Robert Prizeman